Wir fünf Ostschweizer starteten in aller Herrgottsfrühe und waren wie geplant um 8.28 Uhr in Bern. Allerdings nicht im Hauptbahnhof, sondern bei der grossen Bahnhofsuhr im Wankdorf. Dort warteten wir etwa eine Viertelstunde. Dann endlich fuhren wir bis fast in den Hauptbahnhof. Unser Anschlusszug wartete auch auf uns, leider aber zu wenig lang. Da ja alles auch seine guten Seiten hat, mussten wir wenigstens nicht lange auf den nächsten Zug nach Spiez warten. Dort trafen wir Ueli und Walter. Gemeinsam überbrückten wir die Zeit bis der nächste Zug nach Hohtenn fuhr im Bahnhofrestaurant. Kurt Nussbaumer spendete zur Abwechslung mal Kaffee.
Eine Stunde und 10 Minuten später als geplant, starteten wir in Hohtenn unsere Tour unbekannte Lötschberg Südrampe. Unbekannt traf wirklich zu, wir sahen den ganzen Tag keine andern Wanderer. Der Weg bis zu unserer Mittagsrast im Spielbielalpi war steil! Dann ging es nochmals etwas in die Höhe und anschliessend der Ladu Suone entlang ins Jolital. Der Abstieg erfolgte über Alb Tatz wieder nach Hohtenn. Dieser Weg war nicht mehr steil und sehr schön mit guter Fernsicht.
In Hohtenn warteten wir auf unsern Zug heim. Nicht etwa im Restaurant, so etwas kennt man dort nicht. Somit war dies meine erste bierlose EWF Tour! Dies war schon in der Ausschreibung so angekündigt und mich, als nicht Bier Trinkerin störte es eh nicht.
Unser Zug kam pünktlich und blieb pünktlich bis Reichenbach im Kandertal. Dort gab es eine Türstörung. In Spiez stiegen die beiden Berner Oberländer wieder aus und wir wurden vom Schnellzug überholt und im wahrsten Sinn links liegengelassen. Was zur Folge hatte, dass wir einmal mehr in Bern unserm Anschlusszug hinterherwinken konnten.
Ja, die SBB bekommt in diesem Bericht leider viel Platz. Darum will ich schnell nochmals betonen, dass sich die Reise ins ferne Wallis trotz aller Komplikationen gelohnt hatte. Es war eine ganz schöne Wanderung.
Die Berichterstatterin
Kati Nussbaumer, Winterthur


