Eine gut gelaunte Wanderschar traf sich um 9.15 Uhr am Bahnhof Steckborn, um alsbald loszulaufen. Das Wetter war perfekt für eine Frühlingswanderung. Zuerst ging es westwärts bis zum Dorfende. Schon bald wanderten wir in der in vielen Grüntönen richtig leuchtenden Landschaft mit viel Aussicht zum Untersee. Die Route führte immer wieder hinauf und wieder hinab. Es waren einige stille, lauschige Bachtobel zu queren. Nach 1 ½ h erreichten wir die Ruine Neuburg. Hier hatten wir eine erste Pause verdient. Die Neuburg wurde Mitte 13. Jahrhundert als Höhenburg erbaut und 1745 zerstört.
Bald ging es weiter in der bewaldeten Nordflanke des Seerückens. Oberhalb Mammern wanderten wir auf unmarkierten Pfaden ins stille Chüeraatobel hinein und am Ende auf der Gegenseite wieder hinaus. Nach einem steilen Anstieg erreichten wir den Steineren Tisch. Das war wirklich ein grosser, alter Sandsteintisch im Schatten des Waldes, an dem wir alle Platz fanden und die Mittagspause verbrachten. Eine Waldschneise gab die Sicht frei hinunter auf den See und Richtung Stein am Rhein.
Nachdem der Hunger gestillt war, wanderten wir weiter zum höchsten Punkt des Tages, der Hochwacht mit 592m. Wir wurden belohnt mit einer herrlichen Aussicht auf den ganzen Untersee und hinüber zum Schienerberg und dem Wolkensteinerberg bei Stein.
Nur wenige Minuten entfernt lag das bekannte Ausflugsrestaurant Klingenzell, umgeben von blühenden Obstbäumen. Da wir genügend Zeit hatten, entschieden wir uns, hier einzukehren, offeriert aus der Spende von Kurt Nussbaumer.
Derart gestärkt nahmen wir den Rest der Wanderung unter die Füsse. Hinab nach Eschenz und dem Untersee entlang. Vorbei an der Klosterinsel Werd bis nach Stein am Rhein. Hier war es auch schon fast sommerlich warm. Einige Teilnehmer verabschiedeten sich sofort am Bahnhof, andere löschten nochmals den Durst im Steinerhof und liessen diese schöne Tour ausklingen.
Der Tourenleiter:
Werner Bondt, Scherzingen



