In den Tagen vor der Tour hat es viel geschneit. Sehr viel geschneit! An eine Tour im Lidernengebiet war nicht zu denken! Während mehreren Tagen verharrte Die Lawinengefahr in den Bergen auf Stufe gross. Und dann kam am Tag vorher auch noch der Regen bis ca. 1200-1300m dazu… Schwierige Bedingungen für eine Tour auszuwählen. Im Ybrig Gebiet wurde ich dann nach langem Studium schlussendlich noch fündig!
Allerdings auch am Tag während der Tour herrschte in weiten Teilen noch Stufe gross. Im Ybrig Gebiet wurde sie jedoch auf Stufe erheblich zurückgestuft. Die Tour auf den Rütistein bewegt sich mehrheitlich im sanft geneigten Gelände (< 30 Grad) Somit konnte ich diese Tour verantworten.
Um 9:10 Uhr trafen wir uns an der Talstation Weglosen im Ybrig Gebiet. Schnell wurde klar, dass diese «sichere» Tour noch viele andere Leute an diesem Tag ebenfalls machen werden. In einem weiten Rechtsbogen gings los und schnell wurde der Fahrweg erreicht, welcher durch den Wald und weiter zur Druesberghütte führt. Am Ende des Waldes bei Pkt. 1421 machten wir eine kurze Trinkpause. Danach ging es weiter über sanft geneigte Hänge vorbei an der Druesberghütte und den Pfannenhütten Richtung Pkt. 1879. Nach einer weiteren kurzen Pause bei ca. 1800m erreichten wir über den Nordgrat nach gut 3h den 2025m hohen Rütistein.
Trotz den vielen anderen Leuten bietet der Gipfel genügend Platz für eine Ausgiebige Gipfelrast. Auch das Wetter meint es weiterhin gut mit uns und wir geniessen die Aussicht… Für die Abfahrt bietet sich nur die gleiche Route an wie für den Aufstieg. Und die weiten offenen Hänge bieten genügend Platz für unsere eigenen Spuren. Der Schnee ist erstaunlich gut und pulvrig zum Fahren. Bei der Druesberghütte machen wir einen Einkehrschwung und genehmigen uns eine EWF Runde.
Ab hier ist die weitere Abfahrt nur noch eine Pflichtübung. Der Schnee bis zum Waldweg ist schwer und die Waldstrasse gibt Skifahrerisch auch nicht mehr viel her. Ca.um 15:15 Uhr erreichen wir wieder die Talstation in den Weglosen. Wir alle schauen auf eine schöne und gelungene Tour zurück. Und das obwohl den Heute schwierig herrschenden Tourenbedingungen!
Der Tourenleiter:
Stefan Signer, Herisau