Wanderung Martigny: Geschichte – Schlemmen – Bernardiner
Tourenleiter
Rolf Vogt, Erde
Datum
Mittwoch, 26. August 2026
Einteilung
Wanderung T1
Teilnehmende
6
Wetter
Schön, heiss
Wanderroute
Bahnhof – Burg La Bâtiaz – Restaurant Plan Cerisier – Martigny-Croix – Martigny-Bourg – Amphitheater / Barryland – Fondation Gianadda – Place Central - Bahnhof
Wanderkarte
Statistik
2h 27‘, +/-246m (gem. SchweizMobil)
Fotos
Kurt Rüegg, Winterthur
Rolf Vogt, Erde

Was gibt es Schöneres für den Tourenleiter als begeisterte Teilnehmende trotz frühem Aufstehen, langer Anreise, 4 Mal Umsteigen und kurzer Wanderung mit wenigen Höhenmetern! Bereits die Hinreise war bis vor kurzem unüblich, denn die schnellste Verbindung führt jetzt dank schlanken Anschlüssen mit dem Regio ab Palézieux über Puidoux – Chexbres-Village nach Vevey.

Nach einem kurzen Startkaffee starteten wir Richtung Holzbrücke über die Dranse und im alten Quartier Bâtiaz begann der steile Aufstieg zur gleichnamigen Burgruine mit der schönen Aussicht auf das Rhonetal Richtung Sitten. Weiter ansteigend folgte der Abschnitt durch die stotzigen Rebberge, deren Trauben teilweise bereits geerntet waren! Nach dem schweisstreibenden Aufstieg gönnten wir uns eine kurze Trinkpause um den grössten Durst zu löschen und den Rucksack zu erleichtern. Da ich die Abzweigung des direkten Weges zum Restaurant verpasste, sahen wir es auf unserem Umweg zuerst von oben.

Nach einer letzten Anstrengung auf der nicht Behinderten gerechten Treppe erreichten wir die mit einem grossen Baum beschattete Gartenwirtschaft. Bekannt ist das Restaurant für sein einzigartiges Buffet à discretion: über 20 Salate (Schüsseln stehen auf Eis), zum Hauptgang 3 Fleischarten, Gemüse und Beilagen, zum Nachtisch 6 Sorten Käse und Trockenfleisch und das Dessert mit gut gereiften Früchten, Fruchtkuchen, Puddings und Kleingebäcken, das Ganze für 32 Franken. Man kann sich aber auch auf einzelne Teile beschränken oder à la carte bestellen.

Der Weiler Plan Cerisier besteht aus alten, sehr kleinen, eng zusammen gebauten Häusern mit kleinen Wegen, da früher die Häuser nur zum Essen und Schlafen dienten. Der steile, steinige Abstieg nach Martigny-Croix stellte einige Ansprüche an die Tretsicherheit. Am Eingang von Martigny-Bourg ist eine Tiefgarage dicht mit Pflanzen überdeckt. Daneben steht etwas abgesenkt die Mühle Semblanet, die noch heute mit Wasser einer Meunière (lokale Bezeichnung für Suone) in Betrieb ist. Sie kann besichtigt werden und dazu gehört auch ein Caveau. Martigny-Bourg ist noch heute eine dorfähnliche Gemeinschaft mit alten Geschäften. Hier hatte auch Roland Collombin seine Bar "La Streif".

Bei der Station wechselten wir zur Suone, die dem Waldrand folgt bis zum gut erhaltenen römischen Amphitheater. Die Sitzplätze sind modern angelegt, da es noch als Open Air-Kino oder bei Kuhkämpfen benutzt wird. Daneben liegt das Barryland mit einem kürzlich eröffneten modernen Besucherzentrum, in dem auch gezeigt wird, mit welchem Aufwand die Bernhardiner Hunde gepflegt werden: Badewanne, Gleichgewichtsgerät um die Gelenke zu trainieren, …. Die Anlage umfasst auch Kleingärten, Kleintieranlagen, usw.

Stichworte zum Weg zum Bahnhof: Fondation Gianadda (Kunstausstellungen, Konzerte, grosse Oldtimer Sammlung, Skulpturengarten, altes Zeughaus, …), römische Ausgrabungen (Tepidarium, ….), reformierte Kirche mit Fenstern von Hans Erni, die ganze Achse der Bahnhofstrasse mit Zentralplatz sind verkehrsarm gestaltet, auf jedem Kreisel in Martigny steht eine Skulptur, die alle von Léonard Gianadda gespendet wurden.

Beim Bahnhof gedachten wir beim Schlusstrunk des Spenders Kurt Nussbaumer und der vielfältigen Eindrücke dieser Wanderung.

Der Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde

Holzbrücke über die Dranse mit Burg La Bâtiaz
Es hat allen geschmeckt!
Barryland