Turnusgemäss lag die Organisation der diesjährigen Gemeinschaftstour beim EWF Herisau. Dem zunehmenden Alter der Teilnehmer angepasst, haben wir für unsere Kameraden/-innen zwei gemütliche Wanderungen, mit Marschzeiten von rund 3 Std und wenigen hundert Metern Auf- und Abstieg, vorbereitet.
Treffpunkt war am Freitag um 09.45 Uhr am Bahnhof Krummenau. Nach der Ankunft ging es zuerst ins nahegelegene Gasthaus «Adler», zur Begrüssung bei «Kafi und Gipfeli». Weil die Sesselbahn zur Wolzenalp (wochentags) nicht in Betrieb war, wurden wir anschliessend von einem MyBuxi-Rufbus (und von einem Kollegen gestellten «Beiwagen») bis zum Berggasthaus auf dem Rietbach hochbefördert.
Unsere Wanderung führte uns hinüber zur Laui und hinunter zum Picknickplatz am Ijentaler Weier, wo wir Mittagspause machten. Die rasch zunehmende Bewölkung und der Wetterradar drängten aber zum baldigen Aufbruch. Schon vielen die ersten Tropfen, welche sich in Kürze zu einem ergiebigen Landregen verdichteten. Darum entschieden wir uns für den kürzesten Weg über die Laufenweid und Bürzlen nach Nesslau. So erreichten wir bereits am frühen Nachmittag unser Uebernachtungsziel. Obwohl alle mehr oder weniger «gut durchfeuchtet» ankamen, tat dies der guten Stimmung bei einer Runde Kafi-Schnaps keinen Abbruch. Gegen fünf Uhr trafen wir uns dann - alle wieder trocken - im Domizil des Tourenleiters zum Apéro, bevor es zum Nachtessen und gemütlichen Beisammensein wieder zurück in den «Sternen» ging.
Am zweiten Tag meinte es das Wetter dafür sehr gut mit uns. Nach einer kurzen Fahrt mit dem gleichen Rufbus in Richtung Schwägalp, genossen wir bei strahlendem Sonnenschein die Wanderung hinunter zur Alp Lutertannen und weiter durch das Schattenhalbriet bis zur alten Schwefelquelle oberhalb vom Rietbad. Die Quelle hat dem 1988 abgebrannten, gleichnamigen Kurhaus das Heilwasser für die weit herum bekannten Trink- und Badekuren geliefert. An einem kleinen Brünneli kann das, ein wenig nach faulen Eiern «stinkende» Wasser noch immer gekostet werden. Die Meisten von uns zogen es jedoch vor, ihren Lunch ohne dieses Gratisgetränk zu verzehren. Mit wunderbarer Aussicht auf Tanzboden, Speer und Churfirsten führte unser Weg anschliessend in knapp eineinhalb Stunden über das Hinterlutenwil zurück ins Dorf Nesslau. Auf der Terrasse unseres Hotels genehmigten wir uns in alter EWF-Manier die Abschiedsrunde, bevor sich die übrigen Teilnehmer am Bahnhof wieder von uns verabschiedeten.
Anmerkung ...
Die Zukunft dieser traditionellen Gemeinschaftstour steht, angesichts der immer mehr abnehmenden Teilnehmerzahl, aktuell in den Sternen. Wir werden in absehbarer Zeit ernsthaft darüber reden müssen. Nichts desto trotz, hat sich Christine vom TCB bereit erklärt, für nächstes Jahr nochmals «etwas auf die Beine zu stellen». Danke vielmal.
Die nächste, übrigens die 70., Gemeinschaftstour, mit den Kameraden vom TCB, Krokus Basel, dem EWF und den Kollegen von Brugg wird also durch die Bieler organisiert und findet So./Mo. 05./06. September 2027 statt.
Der Berichterstatter für den EWF:
Walter Schmid



