Um 07.54h trafen die Ostschweizer EWF-ler in Arth-Goldau ein und begrüssten den letzten Teilnehmer der Reise. Bis Andermatt hatten wir also genügend Zeit, das Wetter zu beobachten und die Meteoapps sowie den Regenradar zu studieren. Wir hofften alle auf ein mindestens 3 stündiges gutes Wetterfenster, damit wir trocken den Klettersteig meistern könnten. Allerdings sah es nicht danach aus.
Kurz vor Göschenen entschieden wir uns einstimmig, durch die Schöllenenschlucht nach Andermatt zu laufen. Nach dem Verlassen des Zuges zogen wir unsere Regenkleidung an und liefen los Richtung Andermatt. Über die Häderlinsbrücke (1193 müM) dem tosenden Bach lauschend, liefen wir bis zum Geissenplatz, wo wir nur kurz eine Pause machten. Um Platz zu nehmen war es zu nass und zu windig. Also ging es nach kurzer Beobachtung einer Gämse auf der gegenüberliegenden Bachseite weiter. Die vielen Motorräder und Autos hörten wir immer wieder über uns. Schon bald kam ein Tunnel, (militärische Einrichtung) dieser führte uns hoch bis zur Teufelsbrücke und zu einer Aussichtsplattform mit Blick ans Suworow-Denkmal. Wir beobachteten dort 2 Kletterer die in den Klettersteig einstiegen. Keiner von uns dreien wollte mit diesen tauschen! Obwohl nun die Sonne leicht drückte und die Regenkleidung ausgezogen werden konnte. Unserer Meinung nach war das Risiko vom Regen im Klettersteig überrascht zu werden zu hoch.
Wir entschlossen uns, in Andermatt ein gemütliches Restaurant zu suchen. Bereits um 11h15 konnten wir unser Essen im Rest. Sternen bestellen. Immer wieder blickten wir zum Himmel in Erwartung des nächsten Niederschlags.
Nach dem Essen erreichten wir nach einigen Minuten Fussmarsch den Bahnhof Andermatt und bestiegen den Zug um 12.50h der uns nach Göschenen brachte. Umsteigen und weiter nach Arth-Goldau. Ab hier konnten wir wieder unseren gewohnten VAE nutzen, der uns zurück in die Ostschweiz brachte. In Biberbrugg verabschiedeten wir uns noch von unserem Winterthurer Kameraden der nun in eine andere Richtung weiterfuhr.
Alles in allem haben wir aus dem verregneten Pfingstsamstag das Beste gemacht.
Wir sind etwa 6 km gelaufen und haben uns kulinarisch verwöhnen lassen. Gerne wären wir geklettert, aber das Wetter kann man sich halt nicht aussuchen.
Die Tourenleiterin:
Judith Gmür, Nesslau