EWF Herisau Logo BergsportSchneesportRadsportSchiesssportBallsportOrientierungslaufenCurling
StartseiteProgrammWetterLinksKontakt
wandern      
         

PfeilSicherheit

PfeilGästebuch

 

 

St. Saphorin – La Conversion

Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde / Conthey

Teilnehmer: 10 (davon 3 Gäste vom Krokus Basel)

Datum:
Montag, 16. Dezember 2013

Wetter:
Nebel

Bericht:
Wanderung

Wanderstrecke:
St. Saphorin – Rivaz – Epesses – Cully – Grandvaux – Bossières – La Conversion.

Nichts liess darauf schliessen, dass uns der Nebel den ganzen Tag unter dem Deckel behalten würde, trotzdem sich die Sonne einige Male zu zeigen versuchte. So blieb uns leider die Aussicht auf die Waadtländer und Savoyer Alpen verwehrt. Da ich am Samstag zuvor auf der Strecke bis Cully herrlichen Sonnenschein und einen traumhaften Sonnenuntergang hatte geniessen dürfen, füge ich einige Fotos zum Gluschten bei.

Beim Treffpunkt in Lausanne reichte die Umsteigezeit auf die S-Bahn nach St. Saphorin für einen Kaffee. Von der direkt am Seeufer gelegenen Haltestelle bewunderten wir im Aufstieg zu den Rebbergen die engen, malerischen Gässchen mit ehrwürdigen Häusern des Weindorfes St-Saphorin Lavaux, das andere St. Saphorin liegt oberhalb Morges. Die eindrücklichen, im Weltkulturerbe der UNESCO enthaltenen Terrassen der Rebberge des Lavaux begleiteten uns während der ganzen Wanderung. Unter www.montreuxriviera.com fand ich folgenden prägnanten Text:

„Geschichte und Geographie
Die Region Lavaux wurde während der letzten Eiszeit (13 000 v. Chr.) geformt. Die vom Rhonegletscher zurückgelassenen Moränen bildeten steile Hügel, welche nach und nach von Vegetation überdeckt wurden.
Diese abrupten Hänge (mit einem Gefälle von 15 bis 100%) waren für die Landwirtschaft ungeeignet. Trotzdem machten sich schon im 12. Jahrhundert mehrere Abteien daran, die Hügel urbar zu machen und Reben anzupflanzen, nachdem der burgundische König das Gebiet dem Bischof von Lausanne geschenkt hatte. Damit legten sie den Grundstein für die einzigartige Geschichte der regionalen Winzerei... Es wurden Terrassen angelegt, die durch die Errichtung von Mauern gestützt und geebnet wurden.
Später übergab die Kirche die Terrassenhänge an weltliche Organisationen, welche nun für den Unterhalt der Reben und Mauern verantwortlich waren. Und noch heute, über 17 Generationen später, lebt die grosse Leidenschaft dieser ersten Weinbauer in einigen ihrer direkten Nachkommen weiter, die den Winzerberuf mit viel Liebe ausüben.
Am 28. Juni 2007 wurde das Lavaux offiziell zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Der Terrassenlandschaft - im Laufe der Zeit von menschlicher Hand geformt - mit ihren Weinbergen und den typischen Dörfern wurde ein aussergewöhnlicher universeller Wert bescheinigt.“

Diese eindrückliche Gegend kann auf 2 verschiedenen Routen auch mit touristischen Zügen erlebt werden. Neben zahlreichen historischen Bauten zeugen auch das Grab von Bundesrat Chaudet in Rivaz und das Denkmal des gegen die bernische Besetzung kämpfenden Majors Davel (1723 hingerichtet) von der geschichtlichen Vergangenheit.
Kurz vor Epesses durfte der Apérohalt mit einem Dézaley Grand Cru und Walliser Roggensticks nicht fehlen. Bei Cully stiegen wir zum Seeufer ab und erreichten bald unser Restaurant zum feinen Mittagessen. Diese Stärkung konnten wir gut gebrauchen, folgte doch anschliessend der zeitweise steile Anstieg nach Grandvaud bis wir die Eisenbahnlinie von Bern erreichten, der wir bis La Conversion folgten. Bei der Haltestelle Bossières verabschiedete sich Armin, um mit einem früheren Zug rechtzeitig zu einem Hausfest heimzukehren. Wir fuhren mit der nächsten S-Bahn ab La Conversion nach Lausanne. Hansjörg benützte den direkten IC nach St. Gallen, während wir im Buffet die Wanderung ausklingen liessen. In der Nische mit Fotografien von General Guisan und den 3 Waadtländer Bundesräten Chaudet, Chavallaz und Delamuraz stellten wir acht Übriggebliebenen fest, dass wir nur 4 Vornamen hatten: je zwei Ursula, Kurt, Peter und Rolf! Mit dieser amüsanten Erkenntnis beendeten wir die, trotz des tristen Wetters, gut gelungene Wanderung und das Wanderjahr 2013.

Reine Wanderzeit: 3h 45‘

Der Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde

Fotos:
Peter Solenthaler, Winterthur
Rolf Allenspach, Winterthur
Rolf Vogt, Erde

 


Willkommene Fotopause im Aufstieg nach Grandvaux
Willkommene Fotopause im Aufstieg nach Grandvaux



Funiculaire/Standseilbahn St. Pierre-Neuveville/Neustadt, ab 1898 in Betrieb, 1996 Achsbruch
DAS Abschlussbild EWF 2013



Wanderroute
Wanderroute



>>> Album




 
           
2004 by w3-agency
- alle rechte vorbehalten
content by ewf herisau