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Sion – Conthey
(Ersatztour Sonloup – Les Pléiades)

Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde / Conthey

Teilnehmer: 6 (davon 2 Gäste)

Datum:
Mittwoch, 22. Mai 2013

Wetter:
Bedeckt, ab Mittag zeitweise sonnig!

Bericht:
Wanderung

Wanderstrecke:
Bahnhof Sion – der Rhone entlang – Les Iles – Conthey – Montorge - Sion

Mit dem ausgewählten Höhenweg Sonloup – Les Pléiades hoch über dem Genfersee wollte ich bei Verspätung der Narzissen den Teilnehmenden trotzdem eine interessante Wanderung bieten können. Da die Prognose von SRF-Meteo eine Woche vorher sehr durchzogen war, suchte ich Ersatzlösungen. Zuerst versprach der Jurasüdfuss bei Grenchen-Solothurn die besten Verhältnisse, dann war es das Brückendorf Stalden/VS und am Pfingstmontag entschied ich mich für Sonloup! Am Vorabend wurde jedoch plötzlich Dauerregen und kalt vorausgesagt. Zum Glück meldeten die Wetterfrösche für Sitten ab 9 Uhr eine geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit.

Um 08.00 verhiess der Blick durchs Fenster nichts Gutes (s 1. Foto) und in Sitten hörte der Regen erst knapp vor Ankunft der Gruppe auf, uff! Beim Kaffee im neu umgebauten Buffet strahlte der grosse Backofen der Bäckerei wohltuende Wärme aus. Beim Abmarsch konnten wir bereits Aufhellungen in der Wolkendecke feststellen. Nach wenigen Minuten durchs Industriegebiet erreichten wir das Ufer der Rhone, deren Lauf in den nächsten 30 Jahren zum 3. Mal korrigiert werden soll um ein Jahrhunderthochwasser mit dem milliardenschweren Schadenspotential zu verhindern. Erste dringende Arbeiten, zB bei Visp, sind bereits ausgeführt. Das Flussbett soll wo möglich verbreitert und renaturiert (grosser Kulturlandverlust) oder in Aglomerationen vertieft werden. Trotz genehmigtem Projekt wird aber immer noch heftig diskutiert!

Bei Les Iles, nach den Inseln im alten Rhonelauf benannt, verliessen wir den Rhonedamm und durchquerten den öffentlichen Erholungspark der Bürgergemeinde Sitten. Neben Baggerseen laden ausgedehnte Grasflächen mit vielen Bäumen zum Verweilen sowie zahlreiche Einrichtungen zur körperlichen Betätigung ein und auch ein Restaurant fehlt nicht. Anschliessend hat es noch 2 Campingplätze.

Bei der Einmündung der Morge, die im Mittelalter die Grenze zwischen dem deutschsprachigen Bistum Sitten und Savoyen bildete, genossen wir den Apéritif, bevor wir der Morge folgend in Plan-Conthey unser Restaurant Le Grand Bleu erreichten. Nach einem köstlichen Salatteller genoss die Mehrheit das Teller mit grünen Spargeln und Reis. Die aufgetankten Energiereserven konnten wir gut gebrauchen, galt es doch noch die fast 300m Steigung auf den Montorge (alte Schreibweise Mont d'Orge) zu überwinden. Die Aussicht auf Sitten und seine Umgebung und die ausgedehnten Ruinen der von den Savoyern im 13. Jh. errichteten Burganlage belohnte die Anstrengung.

Beim Abstieg streiften wir den Lac de Montorge, der über den Bisse de Lentine gespiesen und über den Bisse de Montorge entwässert wird. Bei Kernbohrungen im Seegrund wurden Blütenpollen von Reben von 5000 Jahren v. Chr. nachgewiesen, Reben waren also lange vor den Römern im Wallis heimisch. Auf dem Weg zum Bahnhof sahen wir uns noch die 14 Menhirs – bretonisch: aufgerichtete Steine – beim chemin des Collines an, die 1964 bei Grabarbeiten entdeckt wurden. Sie stammen aus dem Neolithikum, 5500 bis 2200 v. Chr., sind bis zu 3,7m hoch und ihre Ost-West-Ausrichtung ist in der Schweiz einmalig.

Beim Schlusstrunk im Buffet waren wir uns einig, dass sich die Verschiebung ins Wallis gelohnt hatte und wir freuten uns, dass Edi trotz Fersensporn wieder mal unter uns war.. Sollte sich bis Mitte Juni schönes Wetter einstellen, könnten wir die ursprüngliche Wanderung zu den Narzissen nachholen.

Reine Wanderzeit: 4h 30'

Der Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde

Fotos:
Edi Ehrbar, St. Gallen

 


Hügel mit der Ruine des Château de la Soie
Hügel mit der Ruine des Château de la Soie



Bei der Statue Notre-Dame de Montorge
Bei der Statue Notre-Dame de Montorge



Wanderroute
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