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Creux du Van

Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde / Conthey

Teilnehmer: 8 (davon 1 Gast)

Datum:
Montag, 8. Juli 2013

Wetter:
Schön, zügiger Wind

Bericht:
Wanderung

Wanderstrecke:
Noiraigue – Sentier des 14 Contours – Soliat – Sentier du Single – Fontaine Froide – Ferme Robert – Champ du Moulin.

Beim Treffen in Neuenburg war der Fussbruch von Erika Raemy bei der Wanderung Moosalp-Jungu des ESC Winterthur erstes Thema, hatte doch ein Winterthurer Wanderkollege im Zug darüber orientiert. Auch an dieser Stelle gute Besserung und viel Gedauld, Erika!

Bereits die Fahrt ab Neuenburg bescherte uns schöne Ausblicke in die Areuseschlucht und den Kessel des Creux du Van und weckte bei mir Erinnerungen an meine Arbeitsorte Champ du Moulin und Noiraigue 1959/60. In Noiraigue lehnten die Teilnehmenden den Startkaffee ab. Nach einer kurzen Einlaufstrecke ging es bereits im Anstieg nach Les Oeuillons, ein Bauernbetrieb mit Wirtschaft, kräftig bergauf. Anschliessend begann der Chemin des 14 Contours, Weg der 14 Kurven. Der Wald spendete nicht nur willkommenen Schatten sondern schützte uns auch vor dem starken Wind. Sobald er etwas lichter war, liess er Ausblicke ins Val de Travers und Richtung Norden zu und bescherte uns eine vielseitige Blumenpracht.

Nach der 14. Kurve erreichten wir bald den Rand des imposanten, durch Erosion entstandenen Kessels. Der Dos d'Ane, Eselsrücken, bildet den nördlichen Abschluss, und soll von der Ferme Robert aus als T4 erkraxelbar sein. Die Felskante hat eine Länge von 4 Kilometern und senkrechte Felswände von 160 Metern. Sie ist bis an den Rand frei begehbar. Als Ersatz für einen Metallgeflechtzaun zur Begrenzung der Weiden hat eine internationale Gruppe wenige Meter vom Abgrund entfernt die "Mauer der Freundschaft" errichtet, eine 2 Kilometer lange Trockensteinmauer mit ganz schmalen Durchgängen.

Die originelle Wirtschaft Ferme du Soliat mit ihrem Café du Soliat à l' Absinthe vermochte uns kurz vom Kessel wegzulocken, der uns aber bald wieder in seinen Bann zog. Leider war von den Steinböcken nichts zu sehen. Während wir einen windgeschützen Platz für die Mittagsrast suchten, ging Othmar zum Gipfel des Le Soliat. Wegen des starken Dunstes war aber die Aussicht auf das Mittelland und die Alpen stark eingeschränkt. Der über 30 jährige Bauernabsinth passte gut als Apéritif, war doch das Val de Travers eine Hochburg der lange verbotenen Herstellung.

Der anschliessende Abstieg über den Sentier du Single war recht steil und erforderte grosse Aufmerksamkeit. Die Wassertemperatur des Fontaine Froide, kalter Brunnen, beträgt das ganze Jahr 4°, was Edi auch dieses Mal mit dem mitgebrachten Thermometer bestätigte. Bald erreichten wir die Ferme Robert, die neben Restaurant und Unterkunft das von der Vereinigung der Freunde der Ferme Robert betriebenen "Centre d'Interprétation" bietet (www.ferme-robert.ch). Am 1. September erinnert das traditionelle Bärenfest an den Kampf des David Robert mit einem der letzten Bären der Region im Jahre 1757.

Nach dem letzten Teil des Abstieges erreichten wir die Areuse beim Saut de Brot, die wir auf einer alten Steinbrücke überquerten. Am EW der Stadt La Chaux-de-Fonds vorbei erreichten wir Champ du Moulin, wo Edi den Kiosk mit dem Bierausschank vermisste. Das Restaurant de la Truite lieferte aber den gewünschten Ersatz in einem reich verzierten, sehr hohen Gastraum, dessen Kühle wir der heissen Terrasse vorzogen. Die 2 riesigen Holzöfen sind wohl für kältere Perioden vorgesehen. Noch blieb uns ein kurzer Aufstieg zur Haltestelle, wo uns bis zur Zugsabfahrt noch Zeit blieb, die eindrückliche Wanderung mit dem restlichen Bauernabsinth abzuschliessen.

Reine Wanderzeit: 5h

Der Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde

Fotos:
Edi Ehrbar, St. Gallen

 


Der Creux du Van
Der Creux du Van



Beim gemütlichen Schlusstrunk im Buffet Spiez
Eine der Brücken über die Areuse



Wanderroute
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