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Vercorin/VS,
statt Jaunbachschlucht/FR

Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde / Conthey

Teilnehmer: 16

Datum:
Dienstag, 26. Juli 2011

Wetter:
angenehmes Wanderwetter

Bericht:
Wanderung

Wanderstrecke:
Vercorin (1310m) – Mayens-des-Tsablons (1410m) – Mayens de Réchy (1425m) – La Le (1661m) – Bisse de Vercorin – Refuge du Gardien (1612m) – Vercorin
Höhendifferenz: +/- 740m
reine Wanderzeit: 4h 30'

Da mir die Touristeninformation in Charmey vom Begehen der Jaunbachschlucht abgeraten hatte (in der Schlucht glitschig, dem See von Montsalvens entlang sehr morastig), entschloss ich mich für die Wanderung von Vercorin ins mittlere Vallon de Réchy, die ich bereits für die Senioren-Wanderwoche des vergangenen Jahres rekognosziert hatte. Wegen der unsicheren Wetterverhältnissen und der tiefen Schnefallgrenze verzichtete ich auf den obersten, schönsten Teil des Tales, liegt er doch zwischen 2200 und 2600m. Den "Amis du Vallon" war es in der Touristen-Boomzeit gelungen, das ganze Tal unter Schutz zu stellen.

Beim Treffpunkt in Siders liess uns der Fahrplan genügend Zeit für den Kaffee und den Verzehr der Aprikosen. Die freundliche Car-Chaffeurin der Firma Ballestraz führte uns zur Talstation der Luftseilbahn Chalais-Briey-Vercorin, welche uns in 2 Fahrten rund 800m in die Höhe hievte. Trotzdem sich die Gipfel der Berner Alpen in Wolken hüllten war der Blick frei auf das Rhonetal und die verschiedenen Sonnenterrassen von Crans-Montana, Anzère usw.

Nach der Durchquerung des Ortes ging es stark bergauf bis auf 1570m. Nach einer kurzen Trinkpause tauchten wir in die bewaldeten Hänge des Vallon de Réchy ein. Der abwechslungsreiche, absteigende Weg erforderte viel Aufmerksamkeit, doch gab es besonders in den Lichtungen verschiedenste Blumen und eine Eselsherde zu bestaunen.

In den Mayens de Réchy (Maiensässe) fanden wir bei unbenutzten Chalets Platz für die wohlverdiente Mittagsrast. Die Stärkung konnten wir gut gebrauchen, waren doch bis La Le wieder 240 Höhenmeter zu überwinden. Die letzte Stufe zum obersten Teil des Tales von über 500m mit dem herunterstürzenden Bach bestaunten wir nur von unten. Die Kaffeesüchtigen hatten Mühe, das Beizli rechts liegen zu lassen. Bald kamen wir zur Suone (Bisse de Vercorin) die uns mit ihrem immer wechselnden Geplätscher unterhielt. Beim Refuge du Gardien (Wärterhütte) weitete sich das Panorama wieder. Statt dem Wanderweg mit seinem Direktabstieg ins Dorf folgten wir der Suone weiter mit zwei heikleren Abstiegen und konnten dafür den Blick auf den ganzen Ort mit seinem alten Dorfkern geniessen. Vor dem Abstieg wurde die Sicht frei auf den untersten Teil des Val d'Anniviers.

Im alten Dorfkern wurden in den letzten Jahren viele Häuser kunstvoll restauriert. Sympatisch ist auch, dass Vercorin auf den Familien- und sanften Tourismus setzt. Ende Juli findet immer ein dem traditionellen Jazz gewidmetes Wochenende mit 8 Orchestern statt. Um die Zeit gut zu nutzen fuhren wir gleich ins Tal und genossen den wohl verdienten Abschiedstrunk im Café bei der Talstation. Wieder führte uns eine Buschauffeurin nach Siders zurück zum Ende dieser gelungenen (Ersatz-) Wanderung.

Der Tourenleiter:
Rolf Vogt Erde

Fotos:
Edi Ehrbar, St. Gallen
Peter Solenthaler, Winterthur
 

 

 


2011 vercorin
vor dem Abstieg ins Vallon de Réchy




2011 vercorin
Trinkhalt mit Blick auf Crans-Montana




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