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Schmugglerwege (Poschiavo)

Tourenleiter:
Urs Seiler Winterthur

Teilnehmer: 13

Datum:
Montag, 29. August - Donnerstag, 1. September 2011

Wetter:
Viel schön bis leicht bewölkt und der Regenschutz wurde übungshalber am letzten Tag zweimal angezogen!

Bericht:
Bergtour leicht / mittel

Leistung:
1. Tag:
Viano – San Romerio, + 500 m, ca. 2 ½ h.
2. Tag:
San Romerio (Gasthaus) – Forcla di Sassilion (2542 m) - Rifugio Malghera CAI (I), + 800 m / - 620 m, ca. 6 h.
3. Tag:
Malghera – Pass da Sach (2737 m) – Lagh da Saoseo SAC, + 900 m / - 750 m, ca. 5 ½ h.
4. Tag:
Saoseo - Sfazu - Cavaglia, - 400 m / + 300 m, ca. 3 1/2 h. Plus ca. 1h für den Rundgang im Gletschergarten in Cavaglia.
Der Abstieg vom Pass da Sach nach Saoseo war sehr steil, aber nicht exponiert.

Die Schmugglerwege rund um das Val Poschiavo sind landschaftliche Perlen. Für die meisten Ostschweizer war diese mediterrane Landschaft mit ihrer südlichen Architektur hinter dem Berninapass „Neuland“. Kulinarisch wurden wir vom Feinsten mit Spezialitäten aus dem Tal oder dem angrenzenden Veltlin verwöhnt.

In Brusio wartete unser Postauto nach Viano geduldig auf den EWF. Dieses brachte uns auf der „Strada del Caffè“, einer steilen, schmalen Serbentinenstrasse, im Nu auf das 500 Meter höher gelege Viano, das Ausgangspunkt für Schmuggler war. Auf einem teils prähistorischem Weg aus der Römerzeit, wanderten wir dem steilen Hang entlang nach San Romerio. Dort wurden wir herzlich von Gino und Renata empfangen und mit hausgemachten Pizzoccheri verwöhnt.

Am nächsten Tag liessen wir uns zum letzten Mal von dem atemberaubenden Ausblick hinter der 900 Jahre alten Kirche, auf den 900 Meter tiefer gelegenen Lago di Poschiavo berauschen, bevor wir uns auf den Weg in Richtung Forcla di Sassilion machten. Der schmale Pfad führte uns durch einen von Arven und Lärchen geprägten lichten Wald, der immer wieder den Blick auf den tief blauen Lago erlaubte. Auf der Forcla di Sassilion überquerten wir die Landesgrenze nach Italien. Schon bald kam der Lago di Malghera zum Vorschein. Die Landschaft war auf der Ostseite der Forcla fast baumlos und dafür bestes Alpweideland. Schon früh war die pompöse Alpkathedrale von Malghera zu sehen. Das Schmuckstück wird in der Nacht in das richtige Licht gerückt, damit sich die Gäste auch bei Nacht am Anblick der überdimensionierten Kirche erfreuen können. Aber auch die Rifugio Malghera kann da locker mithalten. Für 40.- Euro hatten wir eine perfekte, ja fast luxuriöse Unterkunft. Zum Essen standen drei Fünfgänger zur Auswahl, der Wein, Grappa usw. standen auf dem Tisch zum Ausschank bereit. Wir hatten es mit den Wirtsleuten sehr lustig und der Abend war lang.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und vollen Bäuchen bewegten wir uns gemütlich dem Val de Sach entlang in Richtung Pass da Sach. Die Ruhe im Tal wurde nur einmal durch eine am Wegrand lagernde Kreuzotter gestört, welche etwas für Aufregung sorgte. Nach einem kurzen Anstieg erreichten wir das Bivak Strambini, wo wir eine grössere Pause einlegten. Von dort aus waren es nur noch 45 Minuten bis wir den Pass da Sach erreichten. Leider zogen jetzt Wolken auf, so wurde uns der Ausblick ins Val da Camp versperrt. Die Mittagspause wurde wegen des kühlen Windes verkürzt und wir nahmen den steilen Abstieg in Angriff. Schon bald verzogen sich aber die Wolken wieder und uns wurde der Blick ins Tal geöffnet. Der Lago di Saoseo glänzte in seinen Opalfarben im Arvenwald. Mit elf Unermüdlichen hängte ich noch eine Zusatzschlaufe um den Logo da Val Viola an. In beiden Seen wurde ausgiebig gebadet. War es das 12° C warme Wasser oder die einmalige Kulisse, welche die EWF’ler ins Wasser zog? In der Rifugio Saoseo wurden wir mit einem feinen Risotto und zarten Schnitzeln verwöhnt.

Der nächste Morgen war beim Abmarsch noch trocken, aber schon bald setzte Regen ein. Der Weg führte über eine Hochmoorlandschaft nach Sfazu. Das Restaurant dort kam uns sehr gelegen. Nach einer Kaffeepause dort, trocknete das Wetter wieder etwas ab, so dass wir mehrheitlich ohne Regenschutz den Höhenweg nach Cavaglia zurücklegen konnten. Pünktlich erreichten wir Cavaglia, es blieb also noch genügend Zeit, den einzigartigen Gletschergarten dort zu besichtigen. Um 12.30 Uhr hatten wir in der Rifugio Cavaglia für alle Polenta und Hirschpfeffer vorbestellt. Nach dem Supplement und einem Caffè-Cavaglia machten wir uns auf den Heimweg über die Bernina. Das Wetter zeigte sich zum Schluss wieder von seiner besten Seite.

Der Tourenleiter:
Urs Seiler Winterthur

Fotos:
Urs Seiler Winterthur

 

 


2011 schmugglerwege
San Romerio




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Viola




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