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Höch Pfaffen (statt Bälmeten)

Tourenleiter:
Beat Frei Herisau

Teilnehmer: 8
Thomas Zehr Embrach, Marianne und Walter Schmid Nesslau,  Rolf Geier Winterthur, Walter Friedli Coldrerio,  Ruedi Büchi,  Marlies Frei und Beat Frei (alle Herisau)

Datum:
Dienstag/Mittwoch, 16./17. Februar 2010

Wetter:
Anreisetag sonnig. Nach der Mittagszeit hat der Föhn innert kurzer Zeit den Pulver in Nassschnee umgewandelt. Trotzdem aber windstill.
Am zweiten Tag bewölkt  mit Föhnsturm im Gipfelbereich.

Bericht:
Skitour leicht-mittel

Das Gipfelziel Bälmeten haben geändert, weil mir die Hüttenwartin von einer Besteigung  bei Föhn abgeraten hat. Der Höch Pfaffen ist etwas abseits vom Urnerhaupttal, darum erhofften wir uns dort eher eine Möglichkeit den Gipfel zu erreichen.

Mit PTT von Flüelen ins Schächental nach Urigen (1270m). Hier starteten wir bei idealen Temperaturen und Sonne auf dem Südhang Richtung Mettener Butzli. Diese Alp liegt genau unter den Felswänden der Schächentaler Windgällen. Wir beenden den Aufstieg am höchstmöglichen Punkt 2080m. Obwohl es immer wärmer wurde (Föhn) war die Abfahrt über erwartet gut. Aus dem Pulver war in kürzester Zeit Sulzschnee geworden. Die Abfahrt endete im Dorf Unterschächen.
Mit PTT und Luftseilbahn erreichten wir via Spiringen unsere Unterkunft (Massenlager) im Gasthaus Ratzi auf 1511m.

Am nächsten Morgen benützten wir den Skilift bis zur Gisleralp 1830m. Der erste Aufstieg führte uns dem Sommerweg folgend über die Lücke Punkt 2186m auf die Muotataler-Seite. Leider war wie befürchtet der ehemalige Pulverschnee verblasen und teilweise hatte es einen „ Deckel“. Also gab es eine vorsichtige Abfahrt bei schlechter Sicht bis ca 1880m. Trotz sichtbarem Föhnsturm auf allen umliegenden Gipfeln  begannen wir mit dem teilweise steilen Aufstieg Richtung Höch Pfaffen. Auf ca 2300m mussten wir aber umkehren, die böigen Winde auf dem Gipfelgrat waren zu stark. Bei wechselhaften Schneeverhältnissen fuhren wir via Alp Rindermatt zum Talboden Alp Wängi (1455m). Eigentlich musste man danach nur noch der Alpstrasse folgend bis nach Muotathal fahren. Infolge der starken Erwärmung wurde daraus in den anfanglich häufigen Flachpassagen ein Oberarmtraining, denn der Nassschnee bremste sehr stark. Ab 1000m wurde es dann etwas kühler und die Fahrbedingungen immer besser. Ironischerweise waren die letzten Hänge oberhalb dem Dorf Muotathal auf etwas mehr als 600m noch die besten der Tour.
Damit wir uns in der Wirtschaft vor der Heimreise noch etwas erholen konnten benutzten wir erst eine Stunde nach Ankunft den Bus um 15.48 Uhr Richtung Schwyz.

Obwohl wir wegen des Föhns Wetterpech hatten, waren sich alle einig. Diese Tour verlangt einen erneuten Versuch. Die nördlichen Skihänge versprechen optimalen Pulvergenuss und auch der Gipfel Höch Paffen ist ein eindrücklicher Aussichtspunkt. Soweit mir bekannt, treffen all diese Punkte auch auf das ursprüngliche Gipfelziel Bälmeten-Hoch Fulen zu. Theoretisch könnte man zukünftig auch die beiden Touren in 2 ½ Tagen miteinander verbinden.

Der Berichterstatter:
Beat Frei Herisau

Fotos:
Thomas Zehr Embrach

  Höch Pfaffen 2010

„Gesegnete“ Pause im Aufstieg Butzlichöpf


Höch Pfaffen 2010
Aussicht Schlossberg mit Eggenmandli


Höch Pfaffen 2010
Frühlingswanderung?


Höch Pfaffen 2010
Eine Stunde später ... Winter auf Mettener Butzli mit Föhnwand am Clariden



Höch Pfaffen 2010
Unterkunft Gasthaus Ratzi (Schächental)
        


Höch Pfaffen 2010
Hintergrund Höch Pfaffen „der Föhn war stärker“

 
           
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