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Belpberg - Chutzen

Tourenleiter:
Rolf Vogt, Erde / Conthey

Teilnehmer: 13

Datum:
Mittwoch, 11. Mai 2010

Wetter:
sonniges, angenehmes Wanderwetter

Bericht:
Wanderung

Wanderstrecke: Belp – Riedli – Belpberg – Chutzen – Gerzensee – Kirchdorf – Jaberg – Kiesen.

Wenn das Sprichwort stimmt "wenn Engel reisen, lacht der Himmel", war ich mit einem Quintet von Erzengeln unterwegs: In Bestätigung der durchzogenen Wetterprognose waren sie in St. Gallen bei Regen abgefahren, doch in Bern schien die Sonne bei angenehmer Wandertemperatur. Trotzdem nach dem Mittagessen Regenwolken aufzogen, setzte der Regen erst ein, nachdem sie den Zug wieder bestiegen hatten!

Bereits die Fahrt nach Belp bot ein erstes Highligth, der Blick auf die Berner Altstadt. Nach einer kurzen Kaffeepause machten wir uns auf die Socken und folgten der Gürbe Richtung Süden. Im sanften Anstieg meisterten wir den schroffen Abhang und erreichten bald das Hochplateau des Belpberges mit den zahlreichen Bauernhäusern mit ihren grossen Dächern. Noch ein kleiner Aufstieg und wir waren rechtzeitig zur Mittagsrast auf auf dem Chutzen, dem höchsten Punkt unserer Wanderung (892m). Zuerst genossen wir aber die 360°-Aussicht. Die Hochalpen versteckten sich zwar hinter den Wolken und nur die Blüemlisalp und die Jungfrau liessen sich kurz blicken. Gemäss Panoramatafel ist bei klarem Wetter sogar der Stand bei der Moosalp im Wallis zu erkennen!

Der Chutzen gehörte im alten Bern zum Warnsystem, bei dem mit Höhenfeuern Meldungen im ganzen Hoheitsgebiet schnell verbreitet werden konnten. Neben der obligaten Linde steht auch ein John F. Kennedy-Gedenkstein.

Die von der Sonne aufgewärmten Steinplatten luden nicht nur zum Sitzen ein, sondern zogen auch Scharen von riesigen Fliegen an. Da das nahe gelegene Restaurant seit Anfang Mai geschlossen ist, stellte sich die Frage nach der Einkehr nicht. Deshalb stiegen wir nach der verdienten Stärkung direkt Richtung Gerzensee ab. Dieses wurde früher die Berner Riviera genannt, da es sich an den Hang anschmiegt und so vor West- und Nordwind geschützt ist. Es beherbergt verschiedene Landsitze, so das neue Schloss, das von einer Stiftung der Nationalbank als Bildungszentrum geführt wird. Dazu gehört auch der private See (ohne Abfluss), der nur Seite Kirchdorf eine öffentliche  Badegelegenheit bietet.

Da die Regenwolken noch nicht sehr bedrohlich wirkten, verzichteten wir auf die Notvariante Postauto, setzen aber die Wanderung ohne Pause fort. Vor Jaberg empfing uns das Gebrumm der Autobahn und der Blick war frei auf die Aare. Nachdem wir diese über und die nahe Auto- und Eisenbahn unterquert hatten, erreichten wir das Restaurant Bahnhof zum willkommenen Abschiedstrunk. Die Teilnehmenden waren des Lobes voll für die Wanderung durch diese abwechslungsreiche Gegend.

Der Tourenleiter:
Rolf Vogt Erde

Fotos:
Hans Schlegel St. Gallen
Edi Ehrbar St. Gallen
 

 

 


die Weite des Gürbetals
die Weite des Gürbetals


Im Aufstieg
Im Aufstieg


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